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Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat es aufgedeckt: Ökonomische Steuerungs- und Erklärungsansätze allein reichen nicht aus, um den komplexen Zusammenhängen und Fragen nach dem Warum auf den Grund zu gehen. Dafür ist ein Blick über den wirtschaftswissenschaftlichen Tellerrand nötig, betonen IW-Wirtschaftspsychologe und -ethiker Dominik Enste und IW-Direktor Michael Hüther. Deshalb berücksichtigen die IW-Autoren bei ihrer Herleitung einer Psychologie der Freiheit auch Intuitionen, Emotionen, Fairnessüberlegungen, Selbstkontrollproblemen und kognitiven Verzerrungen. Basierend auf einem breiten Überblick über existierende Theorien der Verhaltens- und Institutionenökonomik, werden Wege zu einer modernen Ordnungspolitik skizziert, welche ohne zusätzliche Staatsausgaben und Einschränkungen der individuellen Freiheit mehr Wohlstand für alle ermöglichen. Beispiele aus dem Alltagsleben zeigen dabei deutlich die Unterschiede zwischen den „klassischen“ und den „moderneren“ Wirtschaftstheorien: Während beispielsweise die Neoklassik beim Verbraucherschutz vor allem auf mehr Informationen setzt, fordern Verhaltensökonomen eine intelligente Informationsbereitstellung und bessere Regulierung durch Voreinstellungen, die rationale Entscheidungen erleichtern. Außerdem wird gezeigt, wie aus der Last des Energiesparens eine Lust und wie die private Altersvorsorge auch ohne staatliche Förderung attraktiv und selbstverständlich werden kann.

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Gruppen entscheiden unethischer als Einzelpersonen
IW-Kurzbericht, 6. Dezember 2017

Mara Grunewald Gruppen entscheiden unethischer als EinzelpersonenArrow

Ökonomische Lehrbücher behandeln üblicherweise das Entscheidungsverhalten von Individuen. In der Realität entscheiden aber häufig Gruppen, genauer gesagt: Unternehmen. Insofern sollten die Wirtschaftswissenschaften die Dynamik von Gruppenentscheidungen stärker berücksichtigen. mehr