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Besonders oft wird in Privathaushalten an der Steuer vorbeigearbeitet: Rund 95 Prozent der 4,5 Millionen Haushalte, in denen eine Haushaltshilfe beschäftigt ist, melden sie nicht an. Auch Handwerker werden am häufigsten rund um den Privathaushalt schwarz beauftragt, nicht zuletzt, weil diese Kosten nur begrenzt steuerlich geltend gemacht werden können. Doch ob die geplanten 6.700 statt wie bisher 6.500 Schwarzarbeitsfahnder daran sehr viel ändern, ist zweifelhaft.

Denn die Finanzkontrolle Schwarzarbeit arbeitet nach Untersuchungen des Bundesrechnungshofs sehr ineffektiv und ist teuer. Neben den finanziellen Vorteilen für den Einzelnen, die durch das Hinterziehen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen entstehen, sind vor allem die wahrgenommenen sozialen Normen entscheidend – nach dem Motto: Tut der Nachbar es auch, ist es wohl in Ordnung.

Mit Schwarzarbeit werden in Deutschland laut Umfragen schätzungsweise 150 Milliarden Euro umgesetzt, hinzu kommt noch das dabei verwendete Material im Wert von rund 80 Milliarden Euro.

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft
IW-Report, 30. März 2017

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Über Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft wird vor allem in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen gesprochen. Sie dienen dann als eine Art Puffer und gleichen die Härten einer Rezession gerade für Personen mit geringeren oder mittleren Einkommen aus. Gerade in Südeuropa ist Schattenwirtschaft weitverbreitet. mehr

Schwarzarbeit
Pressemitteilung, 30. März 2017

Dominik H. Enste Haushaltshilfen: Schwarzarbeit weit verbreitetArrow

Die Bundesrepublik versucht seit genau 60 Jahren per Gesetz die Schwarzarbeit einzudämmen – mit äußerst mäßigem Erfolg, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 75 bis 83 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland sind nicht angemeldet. mehr

IW-Kurzbericht, 8. April 2016

Theresa Eyerund und Marie Möller Steueroasen – Mit Kontrolle und Kavallerie gegen Briefkastenfirmen?Arrow

Ein internationaler Rechercheverbund hat dubiose Finanzgeschäfte bekannter Persönlichkeiten enthüllt. Die „Panama Papers“ werden auch Deutschland lange beschäftigen. Von mehr Kontrolle bis hin zur Entsendung der Kavallerie reichen die Vorschläge, mit denen gegen Steueroasen vorgegangen werden soll. Leere martialische Drohungen sind nicht glaubwürdig und juristische Lösungen alleine reichen nicht. Vielmehr sollten die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Eliten ihrer Vorbildfunktion gerecht werden – schon aus purem Eigeninteresse. mehr