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Der Öffentlichkeit werden als Beleg für die vermeintlich erfolgreiche Arbeit aufgedeckte Schäden in Höhe von über 600 Millionen Euro (2006) präsentiert. Tatsächlich werden aber nur zusätzliche Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen in Höhe von 30 Millionen und Einnahmen durch Geldbußen von knapp 10 Millionen erzielt. Damit werden jährlich nur 5 bis 10 Prozent der Schäden wieder gutgemacht. Dem stehen Kosten von 400 Millionen Euro (2007) für die rund 6.500 Kontrolleure gegenüber. Diese befassen sich zudem zu mehr als 70 Prozent mit kleineren Fällen von Leistungsmissbrauch. Hier reicht ein einfacher Datenabgleich zwischen den Sozialleistungsträgern aus, um den Sozialbetrug aufzudecken.

Die FKS sollte sich dagegen auf die schweren Fälle von Schwarzarbeit konzentrieren. Sie muss zudem im Außendienst stärker Präsenz zeigen, damit potenzielle Schwarzarbeiter und ihre Chefs abgeschreckt werden. Sie sollte überdies mit Forschungsinstituten zusammenarbeiten, welche bei der Datenauswertung und Vermeidung von Schwarzarbeit helfen können.

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft
IW-Report, 30. März 2017

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Über Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft wird vor allem in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen gesprochen. Sie dienen dann als eine Art Puffer und gleichen die Härten einer Rezession gerade für Personen mit geringeren oder mittleren Einkommen aus. Gerade in Südeuropa ist Schattenwirtschaft weitverbreitet. mehr

Schwarzarbeit
Pressemitteilung, 30. März 2017

Dominik H. Enste Haushaltshilfen: Schwarzarbeit weit verbreitetArrow

Die Bundesrepublik versucht seit genau 60 Jahren per Gesetz die Schwarzarbeit einzudämmen – mit äußerst mäßigem Erfolg, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 75 bis 83 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland sind nicht angemeldet. mehr

IW-Kurzbericht, 8. April 2016

Theresa Eyerund und Marie Möller Steueroasen – Mit Kontrolle und Kavallerie gegen Briefkastenfirmen?Arrow

Ein internationaler Rechercheverbund hat dubiose Finanzgeschäfte bekannter Persönlichkeiten enthüllt. Die „Panama Papers“ werden auch Deutschland lange beschäftigen. Von mehr Kontrolle bis hin zur Entsendung der Kavallerie reichen die Vorschläge, mit denen gegen Steueroasen vorgegangen werden soll. Leere martialische Drohungen sind nicht glaubwürdig und juristische Lösungen alleine reichen nicht. Vielmehr sollten die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Eliten ihrer Vorbildfunktion gerecht werden – schon aus purem Eigeninteresse. mehr